Multi-Crossover oder: Von Köln nach Uganda und hoffentlich zurück

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Multi-Crossover oder: Von Köln nach Uganda und hoffentlich zurück

Beitrag  Emma Jäger am Mo März 02, 2015 8:33 am

Sonntagfrüh, der Wecker zeigte 04.37 Uhr an als Emma ihrem Durst nachgab und sich wiederwillig aus dem Bett rollte. Sie griff im Halbschlaf nach den nächstbesten Kleidungsstücken und schlurfte dann in Slip und Ethans Hemd aus dessen Zimmer in richtung Küche, um sich ein Glas Wasser zu holen. Auf dem Sofa schlief Jess in den Armen ihrer letzten Eroberung, was Emma achselzuckend wahrnahm. Auf dem Rückweg, kurz vor Ethans Zimmer, lies Emma jedoch vor Schreck ihr Glas fallen. "IIIIIEEEEEEEEEEEEEHHHHH!!! JESS! Alter! Das ist mein LEHRER!!!!!", kreischte sie und sah geschockt zwischen den beiden Sofa-Bewohnern hin und her, welche sie müde blinzelnd ansahen.
"Wasn los?", murmelte Jess, sich die augen reibend, und Emma zeigte auf den Mann neben ihr.
"Der Typ, den du dieses mal abgeschleppt hast - wozu hast du eigentlich ein Zimmer? - ist mein Lehrer! Der ist mindestens 60!!!"
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Re: Multi-Crossover oder: Von Köln nach Uganda und hoffentlich zurück

Beitrag  Jessica Schwarz am Mo März 02, 2015 8:44 am

Jess wurde unsanft aus dem Schlaf gerissen, als Emma's Schrei ertönte. Sofort saß sie senkrecht auf dem Sofa und rieb sich müde die Augen. Warum schlief sie eigentlich auf dem Sofa? Gute Frage, aber erstmal sollte sie in Erfahrung bringen warum Emma mitten in der Nacht rumschrie. Emmas Antwort auf ihr gemurmeltes "Was'n los?" verwirrte Jess. Okay, warum sie auf dem Sofa schlief wusste sie nicht. Der Punkt ging eindeutig an ihre beste Freundin. Weiter im Text, welcher Typ? Sie schaute kurz neben sich und erkannte das sie nicht alleine war. Ihre Decke näher an sich ziehend, starrte sie verwirrt auf den Typen.
"Ich kenn den nicht. Wirklich nicht. Keine Ahnung was der hier macht." erwiderte sie schließlich. Ihre Müdigkeit ließ langsam nach, aber das half nicht gegen ihre Gedächtnislücken. Sie hatte den fiesesten Filmriss aller Zeiten.
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Re: Multi-Crossover oder: Von Köln nach Uganda und hoffentlich zurück

Beitrag  Emma Jäger am Mo März 02, 2015 8:54 am

"Halt! Stopp!", Emma hielt sich profilaktisch eine Hand vor die Augen, "Lass dem Vollmer auch noch Decke, ich war noc sie so froh, eine Decke zu sehen, denn es gibt Dinge, die will ich nicht sehen!"
"Hey was ist denn los?", fragte Ethan, der jetzt verschlafen aus dem Zimmer kam und seine Freundin von hinten umarmte.
"Achtung, Scherben", antwortete diese mechanisch.
"Ich bin keine 60", meldete sich nun Jess' Gast zu Wort und sah sich verwirrt im Raum um. An Jess blieb sein Blick hängen und er dachte scharf nach. "Pink Pony war's glaube ich..."
"Leute, ich wills gar nicht wissen, das ist abartig", kommentierte Emma. Sie verspürte den Drang einfach abzuhauen, aber ihre Füße wollten nicht so.
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Re: Multi-Crossover oder: Von Köln nach Uganda und hoffentlich zurück

Beitrag  Jessica Schwarz am Mo März 02, 2015 9:07 am

Unfähig selber einen klaren Gedanken zu fassen, gehorchte Jess einfach ihrer Freundin. Sofort hörte sie auf die Decke an sich zu ziehen. Nach einem kurzen Kontrollblick konnte sie zufrieden sagen, dass ihr vermeintlicher Gast komplett zugedeckt war. Für sie selber reichte die Decke aber auch gerade noch, da sie registriert hatte das sie nur sehr dürftig bekleidet war. Das allein sprach eigentlich schon dafür, was letzte Nacht passiert war. Auch wenn sie keinerlei Erinnerung daran hatte.
Damit das Chaos komplett war, kam jetzt auch noch Ethan herein. Da Felix noch nicht aufgetaucht war, schlief der wohl bei seiner neuesten Eroberung. In letzter Zeit waren die Beiden oft zusammen losgezogen. Entweder waren sie am Ende der Partynacht gemeinsam im Bett gelandet, oder bei einem ONS.
Ihr Gast, offenbar hieß er Vollmer meldete sich schließlich auch zu Wort und beschwerte sich das er noch keine 60 sei.

"Pink Pony? Ja genau... Diese schwule Karaokebar. Warte, bist du schwul und wir haben trotzdem?!?" wollte sie verwirrt wissen und sah den deutlich älteren Mann neben sich an.
Dann wandte sie sich Emma und Ethan zu. "Leute es tut mir Leid und ich gelobe Besserung, aber ich habe nicht den leisesten Schimmer was sich gestern zugetragen hat und wer der Kerl überhaupt ist" entschuldigte sie sich.
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Re: Multi-Crossover oder: Von Köln nach Uganda und hoffentlich zurück

Beitrag  Emma Jäger am Mo März 02, 2015 9:30 am

""Ich gelobe Besserung", Jess, ich habe ein dejá vu. Das hatten wir alles schon mal", sagte Emma mit leichter Verzweiflung in der Stimme. Dass Jess einen Partyphasenrückfall hatte, okay, aber der Vollmer? Ebenjenen sah Emma jetzt mit hochgezogener Augenbraue an. Dann sah sie nochmal Jess an "Wie hast du Felix eigentlich ins Pink Pony bekommen?", sie sah wieder zum Vollmer, "Und wieso sind SIE da? Vor fünf Jahren hatten sie noch einen alles andere als schwulen Ruf..."
Emma schüttelte den Kopf, während Ethan sich hinter ihr einen grinste. "Ethan hör auf zu grinsen. Echt, ihr macht mich fertig, ich wander aus, Uganda oder so."
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Re: Multi-Crossover oder: Von Köln nach Uganda und hoffentlich zurück

Beitrag  Jessica Schwarz am Mo März 02, 2015 9:42 am

"Es tut mir wirklich leid. Ich kann gerade nicht klar denken." entgegnete sie reumütig. Soweit ihr benebeltes Hirn das zu ließ, wusste sie das sie Mist gebaut hatte. Okay vielleicht hatte sie in letzter Zeit sehr viele One Night Stands. So exzessiv gefeiert und geflirtet hatte sie zuletzt als sie die Geiselnahme und Vergewaltigung nicht verarbeiten konnte. Nach einem Uni Seminar in Psychologie war sie sich nicht sicher ob sie es bisher auch nur im Ansatz verarbeitet hatte. Aber das spielte jetzt auch keine Rolle. Das eigentliche Problem war, dass dieser Typ neben ihr offenbar früher Emmas Lehrer gewesen war. Und das schien einen empfindlichen Nerv bei ihr getroffen zu haben.
"Felix hatte eine Wette verloren. Deswegen sind wir da rein. Glaube ich. Danach weiß ich nichts mehr." fiel ihr wieder ein.
"Ich bin nicht schwul Ladys. Sonst wäre letzte Nacht jawohl nie passiert oder?" entgegnete jener Typ namens Vollmer plötzlich.
Als Emma vom Auswandern redete, horchte er schließlich auf.
"Scheiße, ich muss meinen schwulen Sohn davon abhalten nach Uganda zu fliegen." meinte er schließlich entsetzt. Umständlich zog er sich seine Hose an, schlüpfte in seinen Pullover in ging Richtung Tür. "Man sieht sich, Emma!" verabschiedete er sich schließlich und verschwand aus der WG.
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Re: Multi-Crossover oder: Von Köln nach Uganda und hoffentlich zurück

Beitrag  Emma Jäger am Mo März 02, 2015 9:56 am

"Hoffentlich angezogen", murmelte Emma, schickte Ethan zurück ins Zimmer und sah dann Jess an.
"Wir fassen zusammen: Felix ist irgendwo und du schleppst meinen Chemie-Lehrer in einer Charaokebar für Schwule ab?"
Jess war offenbar mit der Gesamtsituation überfordert, ebenso wie Emma. "Ehrlich, ich bin Kummer gewohnt, was deine Exzesse angeht, aber damit hast du dich mal wieder selbst übertroffen."
Emma holte sich eine Flasche Wasser aus der Küche und trank endlich was - darum war sie schließlich ursprünglich mal aufgestanden.
"Wenn ich aus Uganda wiederkomme, hab dein Leben bitte wieder im Griff", sagte sie im Vorbeigehen, als sie wieder in Ethans Zimmer ging. Einschlafen konnte sie nicht mehr, da ihre beste Freundin und ihr Chemielehrer sie verfolgten, weswegen sie mit dem handy im Internet surfte und Flüge nach Uganda raussuchte.
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Re: Multi-Crossover oder: Von Köln nach Uganda und hoffentlich zurück

Beitrag  Jessica Schwarz am Mo März 02, 2015 10:17 am

Getroffen hörte sie sich Emma's Standpauke an. Sie hatte ja auch in allen Punkten recht. Schuldbewusst schweigend ließ sie Emma schließlich ziehen, als diese mit ihrem Wasser wieder in Ethans Zimmer verschwand. Mit einem letzten Seufzen stand Jess schließlich auf. Sie zog sich die Decke fest um den Körper und wankte vorsichtig in die Küche. Knapp war sie einer Scherbe ausgewichen, weshalb sie erstmal sauber machte. Das war sie Emma schuldig. Diese hatte trotz allem Verständnis sehr verstört gewirkt. Was hatte sie da nur wieder veranstaltet??? Sie trank einen Schluck Leitungswasser, sammelte die verstreuten Klamotten aus dem Wohnzimmer und verschwand unter der Dusche. Danach ging sie wieder ins Bett und schmiedete bis zum Einschlafen Pläne, wie sie es schaffte Emma wieder versöhnlich zu stimmen. Sie brauchte doch ihre beste Freundin. Niemand anders kam auf Dauer mit ihrer Art klar. Vince hatte ihr vorgeworfen sie sei auf einem Selbstzerstörungstrip. Ihr dämmerte das dieser Streit der Ursprung ihres Filmrisses war...
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Re: Multi-Crossover oder: Von Köln nach Uganda und hoffentlich zurück

Beitrag  Emma Jäger am Di März 03, 2015 3:35 am

Knapp zwei Wochen nach dem traumatischen Treffen mit ihrem Chemie-Lehrer verkrachte Emma sich noch derbe mit Ethan, weil sie nicht direkt nach dem Studium die Stadt oder gar das Land verlassen wollte, er dies aber nicht verstand. Von Jess erwartete sie erst gar kein Verständnis, da diese - so vermutete Emma - sich ja nicht einmal selber verstand, weswegen Emma kurzerhand die Reißleine zog und ihre Uganda-Drohung in die Tat umsetzte.
Ihr Handy ließ sie bereits nach drei tagen ausgeschaltet, da sie mehrmals täglich SMS von Jess, Ben und Ethan bekam. Als Nina ihr dann noch schrieb, dass die Zwillinge ihren Lieblingsbabysitter vermissen würden, war Emma kurz davor heimweh zu bekommen. Das Handy blieb also aus, Emma kümmerte sich um Waisenkinder und verschenkte keinen Gedanken an Köln. Demnach bekam sie auch nichts davon mit, dass man sich dort zunehmends um sie sorgte und regelrechte Krisensitzungen abhielt, weil sie offenbar unauffindbar war und keiner wusste warum.
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Re: Multi-Crossover oder: Von Köln nach Uganda und hoffentlich zurück

Beitrag  Jessica Schwarz am Di März 03, 2015 8:14 am

Nach dem peinlichen nächtlichen Desaster in der WG hatte Jess als erstes versucht den Abend zu rekonstruieren. Felix war ihr keine große Hilfe, also machte sie sich bereits am nächsten Abend auf den Weg ins Pink Pony. Dort konnte ihr aber niemand eine wirkliche Antwort geben, weshalb sie sich schon entnervt auf den Heimweg machen wollte, als sie plötzlich angerempelt wurde. Als sie sich verärgert umsah, erkannte sie den Typ von letzter Nacht. "Ach nee, du schon wieder" meinte sie nur völlig genervt. Das war wirklich der Letzte auf den sie jetzt Lust hatte. "Emmas kleine Freundin, du schon wieder hier?!" entgegnete er nur belustigt. "Jess, mein Name ist Jess. Für dich Jessica Schwarz" giftete sie ihn nur an. Mit einem letzten vernichtenden Blick stolzierte sie an ihm vorbei und verließ endlich das Pink Pony.
In den nächsten Wochen versuchte sie immer wieder mit Emma zu reden, aber das war nicht wirklich erfolgreich. Nachdem es dann auch noch einen großen Krach zwischen Emma und Ethan gab, bekam sie ihre beste Freundin gar nicht mehr zu Gesicht. Sie verschickte fast täglich SMS, bekam aber keine Reaktion. Für heute hatte sie sich mit Ethan und Ben verabredet, um zu klären ob diese was von ihrer vermissten Freundin gehört hatten.
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Re: Multi-Crossover oder: Von Köln nach Uganda und hoffentlich zurück

Beitrag  Emma Jäger am Di März 03, 2015 8:45 am

Ben saß mit Ethan und Jess in seinem Wohnzimmer und alle drei mussten zu ihrer Enttäuschung feststellen, dass die anderen auch nicht mehr von Emma wussten.
"Auf Jess und mich ist sie sauer, aber ich hatte echt gehofft, bei dir hätte sie sich mal gemeldet."
Ben zuckte mit den Achseln und seufzte resigniert. "Ich weiß nicht, was mit Nina oder so ist, aber in dieser Wohnung ist vermutlich Sheena der Mensch, der am meisten Kontakt zu Emma hat", Jess und Ethan sahen ihn fragend an und er schnalzte mit der Zunge, "Sheena hat bisher zwei Postkarten bekommen. Da steht in Druckschrift drin, was Grundschüler halt so lesen können. Ihr gehts gut, das Wetter ist gut, liebe Grüße an den Papa"
"Sehr aufschlussreich", kommentierte Ethan nüchtern, "Und was machen wir jetzt? Fingerabdrücke von den Postkarten nehmen um das Postamt in Uganda rauszufinden, von dem die Karte aufgegeben wurde?"
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Re: Multi-Crossover oder: Von Köln nach Uganda und hoffentlich zurück

Beitrag  Jessica Schwarz am Di März 03, 2015 9:35 am

Das Krisentreffen mit Ethan und Ben war nicht sonderlich erfolgreich gewesen. Sheenas Postkarten waren niedlich, aber nicht wirklich hilfreich. Nach kurzer Zeit hatte sich die Gruppe wieder erfolglos getrennt. Nachdem sie sich in der Innenstadt noch einen Kaffee geholt hatte, war sie jetzt auf dem Weg in die WG. Dort kamen ihr Felix und Brooke entgegen. Seit kurzem hatte er eine feste Beziehung. Es war ein ungewöhnlicher Anblick, aber Jess freute sich für ihn. Auch wenn sie die kleinen Schäferstündchen mit ihm vermisste. Seit dem Filmriss hatte sie keinen Alkohol mehr angerührt. Unzählige Male hatte sie Versprechungen gemacht, aber jetzt wollte sie es durch ziehen. Sie erinnerte sich noch genau daran wie Emma von ihr verlangt hatte ihr Leben in den Griff zu bekommen.
In der WG setzte sie sich auf die Couch und lernte für die nächste Prüfung. Sie hatte gerade mal die erste Seite geschafft, als es an der Tür klingelte. Ihr Lehrbuch noch in der Hand, stand sie auf und ging zur Tür. Als sie diese geöffnet hatte, wollte sie sie am liebsten sofort wieder schließen. "Was wollen Sie denn hier?!" wollte sie überrascht wissen. "Ich suche Emma" entgegnete der Vollmer. "Dann stellen sie sich hinten an." entgegnete Jess nur. Seufzend trat sie zur Seite und ließ ihn eintreten. Sie erklärte ihm was passiert war und wo Emma wohl steckte. Er horchte auf und erklärte ihr schließlich das sein Sohn dort derzeit im Gefängnis saß. Sie beschlossen gemeinsam Emma noch eine letzte Nachricht auf der Mailbox zu hinterlassen. Wenn sie darauf nicht reagieren würde, mussten sie wohl selber nach Uganda fliegen und Jonas helfen.
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Re: Multi-Crossover oder: Von Köln nach Uganda und hoffentlich zurück

Beitrag  Emma Jäger am Di März 03, 2015 9:49 am

In Uganda hatte Emma gerade ihren Arbeitstag hinter sich gebracht und startete in einen gemütlichen Abend mit ein paar Kollegen aus aller Welt. Nachts um drei fiel sie k.o. aber glücklich in ihr Bett. Ohne zu wissen warum, beschloss sie, dass es nach eineinhalb Wochen mal wieder ihre Mailbox leeren konnte. Sie widerstand dem Drang Ethan anzurufen, Ben hinterließ sie eine Nachricht auf seiner Mailbox "hey Bruderherz, glaub deiner Tochter, mir geht es wirklich gut. Bussi und schlaf gut!") und Jess hätte sie auch ignoriert, wäre da nicht die letzte, furchteinflößende Nachricht gewesen.
"Hey Emma", klang es da im Chor und Emma wollte gar nicht wissen, was der Vollmer jetzt schon wieder bei Jess - oder sie bei ihm? - suchte. "Ich weiß, du bist sauer, aber ich brauche deine Hilfe - ohne dich werde ich deinen Lehrer nicht los, weil der braucht deine Hilfe und kommt nur über mich an dich ran, also", hier unterbrach der Vollmer Jess, "Schluss jetzt. Mein sohn sitzt in Uganda im Knast und du musst ihn da rausholen. Wenn du mir nicht hilfst, komme ich persönlich vorbei."
"und ich auch, weil du mir dann auch nicht hilfst!", warf Jess ein, aber Emma hörne nur noch halb hin, brach die Nachricht ab und rief Jess an.
"hmwas?", meldete sich da verschlafen der Vollmer aus Deutschland und Emma musste sich zusammenreißen.
"Vollmer, keine Ahnung, was sie an Jess' Handy machen - ich will es ehrlich gesagt auch nicht wissen - aber schmeißen Sie sie aus dem bett. Skype, ich gebe euch 5 Minuten."

Emma selber brauchte aufgrund der idealen afrikanischen LTE-Highspeed-Verbindung fast eine Viertelstunde, bis sie eine suboptimale Verbindung nach Deutschland hatte, dann begrüßte sie ihre verpennten - aber imemrhin angezogenen - Gesprächspartner mit einem knappen "Und?"
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Re: Multi-Crossover oder: Von Köln nach Uganda und hoffentlich zurück

Beitrag  Jessica Schwarz am Di März 03, 2015 10:03 am

Nachdem sie Emma eine Nachricht hinterlassen hatten, hatten sie noch stundenlang nach einem Plan B gesucht. Beziehungsweise Plan C. Plan B war im Notfall nach Uganda zu fliegen. Während sie verzweifelt unsinnige Pläne schmiedeten, wurde es späte Nacht. Da sie sowieso sturmfrei hatte, bot Jess ihm die Couch an. Sie selber zog diesmal zum Schlafen ihr Bett vor.

Mitten in der Nacht stand schließlich der Vollmer vor ihr und weckte sie unsanft. "Lass mich schlafen" murrte sie müde. "Emma hat gerade auf deinem Handy angerufen. Skype in 5 Minuten" erklärte er ihr und verschwand aus dem Zimmer. Jess war sofort hellwach und stand auf. Sie trug ihren Pyjama und ging samt Laptop sofort ins Wohnzimmer. Schnell war dieser hochgefahren und Skype gestartet. Während sie auf einen Anruf von Emma warteten, kochte Jess schnell Kaffee. Mit dampfender Kaffeetasse saßen sie schließlich vorm Laptop als Emmas Anruf einging.

Emmas knappes "Und?" ignorierte Jess einfach und war froh diese überhaupt zu sehen. Sie ließ Stefan den Vortritt und der erklärte Emma was er wusste und was sein Plan war. Jetzt war es an Emma, ob sie ihnen helfen würde.
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Re: Multi-Crossover oder: Von Köln nach Uganda und hoffentlich zurück

Beitrag  Emma Jäger am Di März 03, 2015 10:21 am

Emma hörte sich das ganze mehr oder weniger an. Eigentlich hatte sie den Plan schon nach zwei Sätzen für vollkommen bescheuert erklärt, aber sie war müde und hatte im gegensatz zu den anderen beiden keinen Kaffe. Als ihr ehemaliger Lehrer fertig war gähnte sie herzhaft und sah fragend in die Webcam.
"Das ist der Punkt, an dem du antworten musst", half jess ihr auf die Sprünge und Emma verdrehte die Augen.
"Das ist jedoch nicht der Punkt, an dem du mich für blöd erklären musst", stellte Emma genervter als geplant klar. Jetzt war sie schon weit weg - und hatte trotzdem keine Ruhe.
"Sorry.. aber ernsthaft - wo genau komme ich in diesem Plan vor?"
"Na du musst da hin und Jonas da rausholen. Ihn in den nächsten Flieger setzten und gut ist", stellte der Vollmer in seiner typischen Überezeugung klar.
"Ja klar. ich bin kein Anwalt, kein Botschafter und zudem eine Frau. F-R-A-U. Weiblich. Mit Brüsten - aber wem erzähl ich das, damit kennen Sie sich ja wohl aus." Emma sah eindringlich in die Kamera, Jess sagte gar nichts mehr und der Vollmer überging die Anspielung gekonnt und blieb am ball.
"Den Botschafter kenne ich nicht - also kannst nur du helfen. Finde einen Anwalt oder schmuggel eine Pfeile in den knast, aber hilf mir Jonas da rauszuholen. Du bist doch nicht blöd, dir fällt schon was ein. Sionst kommen wir da echt runter."
"Ne, echt, bleibt wo ihr seit, ich bin noch traumatisiert vom letzten Mal, es gibt Dinge... nein. Überredet. Ich kümmer mich drum und meld mich, wenn's was neues gibt. Und ich schwöre euch - bis dahin will ich nichts von euch hören, sehen oder auch nur erahnen."
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Re: Multi-Crossover oder: Von Köln nach Uganda und hoffentlich zurück

Beitrag  Jessica Schwarz am Di März 03, 2015 10:54 am

Emma beendete das Gespräch schnell wieder. Aber sie würde sich darum kümmern. Jess schaltete den Laptop wieder aus und sah Stefan an. "Dann heißt es jetzt wohl warten." meinte sie nur und trank ihren Kaffee aus. "Emma schafft das. Sie hat immer alles geschafft." meinte dieser zuversichtlich. Jess musste grinsen. Er hatte so recht. Wenn das jemand schaffen würde, dann Emma. "Was fangen wir mit der Nacht jetzt an? Schlafen kann ich nach dem Kaffee sowieso nicht mehr." wollte sie wissen.

"Ich schätze wir sollten das ganze Feiern. Lass uns ausgehen. " schlug dieser vor und sah sie auffordernd an. "Das geht nicht, ich verzichte derzeit auf Alkohol und könnte da bestimmt nicht lange widerstehen" gab sie kleinlaut zu. Obwohl sie ihn nicht wirklich kannte war er ihr eine große Hilfe und hörte ihr zu. Da sie schon lange daran zweifelte das das Medizinstudium immer noch das richtige für sie war, lud er sie in die Schule ein. Aus Neugierde und weil sie eh nichts anderes zu tun hatte, nahm sie das Angebot an und würde ihn in den nächsten Tagen in der Schule begleiten.

Obwohl sie sehnlichst auf Emmas Rückmeldung warteten, genoss sie die Zeit in der Schule. Die Schüler, besonders aus dem G - Kurs waren verrückt, aber brachten sie zum Nachdenken.
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Re: Multi-Crossover oder: Von Köln nach Uganda und hoffentlich zurück

Beitrag  Emma Jäger am Mi März 04, 2015 6:11 am

Die nächsten zwei Tage tat Emma erst einmal gar nichts. Am dritten Tag sprach sie mit einem Kollegen, der wiederum jemanden kannte, der jemanden kannte, der einen Anwalt kannte, der zufällig halber Deutscher war und gute Verbindungen in die Botschaft hatte. Ein grobes Netz war also geknüpft. Bei Jess meldete sie sich zum Schutz ihrer eigenen Nerven nicht und widererwarten hielten auch diese und der Vollmer sich daran, sich nicht zu melden.
Dummerweise überschlugen sich die Ereignisse, sodass Jonas und sein Ben zwar drei Wochen später aus dem Knast raus waren, sie aber zusammen mit Emma direkt zum Flughafen eskortiert und ausgewiesen wurden. Emmas Handy wurde dummerweise einbehalten - ebenso wie die Handys der beiden Jungs.
"Bisher hatte ich nur Hausverbot bei H&M", stellte Emma fest, "Jetzt habe ich Hausverbot in Uganda."
"Naja. Vor drei Wochen kannten wir uns noch nicht mal und jetzt sind wir voll die Bad Boy-Gang", beschwichtigte Ben.
"Nur, dass ich kein Boy bin", gab Emma zu bedenken.
"Dann eben Bad Ass Gang. Weiß irgendwer, dass wir im Anmarsch sind?", kam es jetzt von Jonas und Emma wurde von zwei fragenden Augenpaaren angesehen.
"Ihr seid lustig", kam es von Emma, "Uns wurden drei von drei Handys abgenommen. Wenn wir am Flughafen sind wird dein Vater angerufen und wenn uns nicht innerhalb von 30 Minuten jemand abholt - ob er, Jess oder der Papst ist mir Schnuppe - dann gnade ihnen Gott, Satan oder Nachbars Katze."
Die drei Rebellen wurden mehr oder weniger direkt ins Flugzeug geschleust, sodass man vor dem Start keine Möglichkeit hatte, zu irgendwem Kontakt aufzunehmen. Emma schloss im Flugzeug sofort die Augen und stellte im Halbschlaf diverseste Theorien auf, warum es ihr nicht vergönnt war, einfach mal abzuhauen, während Jonas und Ben darüber diskutierten, ob Emma immer so launisch war und warum dies so war. Da sie keine drei Plätze nebeneinander hatten, (Ben und Jonas saßen schräg hintereinander und Emma am anderen Ende des Flugzeugs), sahen sie sich erst am Flughafen wieder. Das Gepäck wurde eingesammelt und die zwei nächsten Telefonzellen beschlagnahmt. Jonas überrumpelte seinen Daddy 2 freundlich, Emma überrumpelte Jess fordernd und ihre Message war dennoch die selbe. "Wir sind da, holt uns ab". Emma fasste sich kurz und wartete kaum Jess' Antwort ab, Jonas würgte den Vollmer auf Emmas drängenden Blick hin ab und Ben beömmelte sich vor Lachen.
"Emma?", wagte Ben schließlich einen Versuch, während sie vor dem Flughafen auf ihr Taxi warteten
"Mhm?", war die Antwort der Henne im Korb, während sie eine innige Beziehung zu ihrem Coffee to Go aufbaute.
"Was hat Stefan dir eigentlich getan?"
"Abgesehen davon, dass er Schuld ist, dass ich Abi habe, hat er eine meiner bes... Das wollt ihr nicht wissen!", antwortete Emma prompt, "Wirklich, ich will euch dieses Kopfkino ersparen, aber er und eine meiner besten Freundinnen haben ein Glas auf dem Gewissen. Oh gott, die Klapperkiste fährt immernoch?!"
Sie entging weiteren Nachfragen, indem sie auf das Auto zeigte, welches gerade den Parkstreifen entlang fuhr.
"Ich wundere mich auch jedes mal aufs neue", pflichtete Jonas bei, als der Vollmer näher kam, "Aber abgesehen davon, wir haben es gerade mal halb 10 - muss der nicht arbeiten?"
"Der G-Kurs vergnügt sich gerade mit Jess", erklärte der Vollmer, der die Bedenken seines Sohnes mitbekam, als er aus dem Auto stieg. Emma widerstand dem Drang zu fragen, was Jess im G-Kurs zu suchen hatte und schwieg vor sich hin, während Jonas und Ben dem Vollmer von Uganda erzählten um so der "Ich habs euch gesagt"-Predigt zu entgehen
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Re: Multi-Crossover oder: Von Köln nach Uganda und hoffentlich zurück

Beitrag  Jessica Schwarz am Mi März 04, 2015 8:29 am

Anfangs war nur geplant das Jess den Unterricht beobachten sollte. Da aber selten etwas nach Plan lief, wurde sie schon schnell in den Unterricht mit eingebunden. Sie war zwar nie eine schlechte Schülerin gewesen, aber trotzdem war sie früher wie jeder von der Schule genervt gewesen. Hier den Unterricht mitzugestalten und zu erleben, wie die Schüler etwas verstanden war beeindruckend. Sie hätte nie gedacht das sie mal freiwillig ihre Zeit in der Schule verbringen würde. Letzte Woche hatte eine neue Lehrerin angefangen, mit der Stefan immer wieder aneinander geriet. Trotzdem ergänzten sich die Beiden wunderbar wenn es darum ging einem Problemschüler zu helfen. Obwohl es unkonventionell war, ließ auch Karin Noske sie in ihrem Unterricht zu schauen. Nach einem intensiven Beratungsgespräch mit dieser, hatte sich Jess fürs nächste Semester komplett neu orientiert. Sie hatte sich an einer anderen Uni für Lehramt eingeschrieben. Bis ihre neuen Kurse losgingen, würde sie in den unteren Jahrgängen Nachhilfe geben. In der Zwischenzeit hatte sie auch das Laufen wieder für sich entdeckt. Derzeit ging sie täglich laufen und powerte sich richtig aus. Hätte sie früher erkannt wie gut man sich danach fühlte hätte sie sich den ein oder anderen extremen Partyausrutscher sparen können.

Als sie Emmas sehr knappen Anruf bekam, war sie zum Glück schon in der Schule. Entgegen ihrer Erziehung platzte sie ohne anzuklopfen in den Chemieunterricht und übermittelte Stefan die guten Nachrichten. Er drückte ihr das Chemiebuch in die Hand, lächelte ihr noch einmal dankbar zu und rannte dann aus dem Raum, direkt zu seinem Auto. Jess und der G - Kurs sahen ihm noch dabei zu, wie er vom Parkplatz fuhr. "Und wo wart ihr gerade?" wollte sie wissen und inspizierte den Versuchsaufbau vor ihr. Alina und die anderen fassten für sie zusammen worum es ging. Jess konnte sich noch vage an ihren damaligen Chemieunterricht erinnern. Gemeinsam mit den Schülern wiederholten sie den Versuch und arbeiteten danach den Versuchsaufbau aus.
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Re: Multi-Crossover oder: Von Köln nach Uganda und hoffentlich zurück

Beitrag  Emma Jäger am Mi März 04, 2015 9:06 am

Stefan setzte die drei nacheinander bei sich zu Hause ab und kam pünktlich zur großen Pause wieder in der Schule an. Die G-Kursler fanden den Unterricht bei Jess super, diese bemerkte fast enttäuscht, dass er alleine zurückkam.
"Was guckst du so?", fragte der Ältere, "Hast du erwartet, dass Emma freiwillig einen Fuß auf das Schulgelände setzt? Erstens - sie hat wegen uns Einreiseverbot nach Uganda. Zweitens: Es ist das Schulgelände. Emma ist zu Hause und du kannst ja später bei ihr vorbeischauen. Ich werde derweil meinem Sohn die Ohren langziehen, da kam ich eben nicht zu, weil er und besonders sein Freund mich nicht haben zu Wort kommen lassen."
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Re: Multi-Crossover oder: Von Köln nach Uganda und hoffentlich zurück

Beitrag  Jessica Schwarz am Mi März 04, 2015 9:39 am

Jess hatte gar nicht bemerkt wie die Zeit vergangen war, als es schon zur Pause klingelte. Zeitgleich kam Stefan auch wieder zurück und wirkte zufrieden. Sie versuchte erfolglos zu verbergen, dass sie enttäuscht war das er alleine kam. Natürlich hatte er das bemerkt und zog sie damit auf. Da er Recht hatte, dachte sie auch nicht daran zu widersprechen. "Ich werde noch eine Runde laufen gehen, heute habe ich keinen Nachhilfeschüler mehr." teilte sie ihm mit und wandte sich Richtung Tür. "Danke, für alles." meinte sie noch, schenkte ihm ein ehrliches lächeln und verschwand dann aus der Schule.
In der WG zog sie sich um, stattete sich mit ihrem MP3 Player aus und machte sich dann auf den Weg an den Rhein. Hier lief sie am Liebsten und konnte komplett abschalten.
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Re: Multi-Crossover oder: Von Köln nach Uganda und hoffentlich zurück

Beitrag  Emma Jäger am Mi März 04, 2015 10:00 am

Blöd für Emma - denn diese war kurzerhand zu Nina gegangen und hatte diese auch angetroffen. Nina wollte gerade mit den Zwillingen raus, Emma schloss sich ihr an - und wurde auf dem Weg zum Rhein gleich aufgezogen, wie bescheuert sie doch war, die Beziehung zu Ethan so leichtsinnig aufs Spiel zu setzen und fragte im selben Atemzug, was denn zwischen Emma und Jess vorgefallen sei.
"Ein Glas", erklärte Emma ernst, "Und es ist nicht zwischen uns vor, sondern runter gefallen. Nachts um halb fünf oder so. Vor Schreck, weil die Jess und der Vollmer..."
"...DER Vollmer?", fragte Nina und sah Emma ungläubig an, "Chemie-Lehrer Vollmer? Der-Einzige-Mensch-der-Emma-Jäger-vom-Schulabbruch-abhält Vollmer? Regeln-Was-Sind-Das? Vollmer? Konventionell-ist-ein-Fremdwort-fü..."
"Ja. Ich-flirte-mit-der-Sekretärin-und-treibe-den-Direx-in-den-Wahnsinn Vollmer. Also jedenfalls hab ich bei Ethan geschlafen und hatte ich Durst und Jess hatte Party-Phase wie zu ihren schlimmsten Zeiten und dann komm ich aus der Küche und auf dem Sofa die Jess und der Vollmer."
Nina war inzwischen stehen geblieben und hielt sich am Buggy der Zwillinge fest, um nicht vor lachen umzufallen.
"Nina, das ist nicht witzig. Die waren nackig! und deine Kinder schauen dich ganz verstört an."
"Du meinst, die haben echt..."
"STOPP! Du ruinierst all meine Verdrängungsarbeit, außerdem sind hier Minderjährige und... Jess?!"
In der Tat kam ebenjene gerade auf die zugejoggt und wäre Nina nicht gewesen, hätte sie die zwei wohl nicht einmal wahrgenommen. Allerdings war Nina da und begrüßte Jess mit Tränen in den Augen: "Du und der Vollmer?!"
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Emma Jäger

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Re: Multi-Crossover oder: Von Köln nach Uganda und hoffentlich zurück

Beitrag  Jessica Schwarz am Mi März 04, 2015 10:23 am

Jess lief eine ihrer aktuellen Lieblingsstrecken am Rhein. Außer ein paar Spaziergängern war hier zur Mittagszeit auch nicht viel los. Vor sich entdeckte sie zwei Frauen, Kinder und einen Buggy. Instinktiv wich sie zur Seite aus um diesen problemlos ausweichen zu können. Sie hatte aber nicht damit gerechnet, von einer der Frauen begrüßt zu werden. Erst jetzt schaute sie sich diese genauer an und erkannte sie auch. Nina stellte sich ihr lachend, mit Tränen in den Augen in den Weg. Verwirrt nahm Jess die Stöpsel ihres Players aus den Ohren und stoppte kurz vor dieser. "Du und der Vollmer?" wurde sie lachend begrüßt. Schnell hatte sich ihre Verwirrung gelegt und sie verdrehte die Augen.
"Das war quasi ein Unfall" rechtfertigte sie sich und umarmte Nina. "Er ist aber eigentlich echt cool. Solche Lehrer findest du in Berlin nicht. Er war mir eine große Unterstützung in den letzten Wochen." erklärte sie, nachdem sie auch Leonie und Lasse umarmt hatte. Mit schlechtem Gewissen blickte sie schließlich auch Emma an. "Schön das du wieder da bist Emma. Ich hab dich vermisst." meinte sie reumütig und traute sich nicht diese auch einfach zu umarmen.
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Jessica Schwarz

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Re: Multi-Crossover oder: Von Köln nach Uganda und hoffentlich zurück

Beitrag  Emma Jäger am Mi März 04, 2015 10:31 am

"Ein Unfall...", dachte Emma und sah Jess mit hochgezogener Augenbraue an, ehe sie Nina trocken erklärte: "Ein Unfall, wie jeder andere, weißt du? Kennst ja unsere Jess... Der einzige Unterschied zwischen den anderen Unfällen und dem Vollmer ist, dass die anderen Unfälle nicht schuld sind, dass ich in Uganda Hausverbot habe. Naja, und die anderen Unfälle nehmen Jess auch nicht mit zur Arbeit. Oder sind nachts um drei über ihren Skype-Account erreichbar. Oder, oder, oder..." Zum Ende hin konnte sie sich ein Grinsen nicht verkneifen.
Irgendwie hatte sie Jess eigentlich schon verziehen, aber es konnte ja nicht schaden, sie noch etwas zappeln zu lassen.
Sie sah zwischen ihren beiden Freundinnen hin und her und meinte schließlich "Aber das erklärt Jessi uns doch sicher gerne alles ganz in Ruhe bei einem Kaffee, oder? Ich lade euch ein."
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Re: Multi-Crossover oder: Von Köln nach Uganda und hoffentlich zurück

Beitrag  Jessica Schwarz am Mi März 04, 2015 10:42 am

Jess hörte Emma zu und egal wie kindisch es war, sie konnte nicht anders als ihr die Zunge raus zu strecken. "Dir ist schon klar das der Vollmer nur bei mir aufgetaucht ist weil er dich gesucht hat Emma? Ich weiß ja nicht wie du in der Schule drauf warst, aber er schien zu glauben das du alles schaffen kannst. Schließlich hat er dir seinen Sohn anvertraut. Da wir ja nicht wussten ob du meine Nachrichten überhaupt abhörst, haben wir erfolglos nach Alternativplänen gesucht. Es wurde spät und er hat auf der Couch gepennt, alleine." fing sie an sich zu rechtfertigen. Sie ließ Emma ein paar Sekunden um das zu verdauen, bevor sie dann weiter sprach. "Genau genommen bist du auch der Auslöser für alles andere. Du hast mich aufgefordert mein Leben in den Griff zu kriegen. Das habe ich getan. Ich habe seit jener Nacht keinen Tropfen Alkohol mehr getrunken und hatte Zeit mich mit meiner Zukunft auseinander zu setzen. Denn in der Medizin liegt sie definitiv nicht. Der Vollmer und seine neue Kollegin waren mir dabei eine große Hilfe. Naja, und so kommt es das ich so oft in der Schule bin. Ich hab meine eigenen Nachhilfeschüler." erklärte sie und zum Ende hin strahlten ihre Augen.

Nach einem Blick auf die Uhr erwiderte sie Emmas grinsen. "Kaffee klingt gut. Ich hab noch ewig Zeit bis zur Nachhilfestunde." entgegnete sie. Lasse kam gerade an ihr vorbei und wurde durchgekitzelt. Kichernd und kreischend flüchtete dieser und versteckte sich hinter seiner Mutter.
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Re: Multi-Crossover oder: Von Köln nach Uganda und hoffentlich zurück

Beitrag  Emma Jäger am Mi März 04, 2015 10:53 am

"Jaha, die Couch kennt er ja schon. Also ICH setze mich da nicht mehr drauf. Erst machst du da mit Eth... Egal. Also Kaffee."
Emma fing Leonie ein, die gerade in die entgegengesetzte Richtung laufen wollte, und setzte sich das Mädchen auf die Schultern.
"Dass der Vollmer denkt, dass Emma alles schafft, liegt nur daran, dass sie es innerhalb von 45 Minuten schafft, den Chemieraum in die Luft zu jagen und sämtliche Spuren so zu beseitigen, dass keiner mehr was merkt", erklärte Nina anerkennend. Auf das Thema Ethan würde sie zurückkommen, wenn geklärt war, was es mit dem Vollmer
"Hey, ich habe auch sein Auto geflickt. Ich habe keine Ahnung von Autos, aber die Karre fährt bis heute!", warf Emma ein. "Aber nichts desto trotz", Emma nahm Leonie von ihren Schultern und öffnete die Tür zum Café, "Jess, du weißt schon, wie alöt der Vollmer ist, oder? Ich meine, ernsthaft, du bist kaum älter als sein SOHOHN!" - Um diese Absurdität zu unterschreiben schlug Emma sich mit der flachen Hand vor den Kopf, ehe sie ihre Bestellung aufgab.
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